Was Sie von unserer Arbeitsweise erwarten können
Unsere Redaktion folgt einem festen Ablauf, damit aus rohen Datensätzen verständliche Geschichten werden. Von der ersten Recherche bis zur Veröffentlichung prüfen wir jede Zahl, hinterfragen Quellen und visualisieren Ergebnisse so, dass sie auch ohne Statistikstudium nachvollziehbar bleiben. Dieser Prozess gilt für Reportagen, Infografiken und die wöchentliche Zahl im Newsletter gleichermaßen.
Unsere Redaktion arbeitet in festen Schritten: von der ersten Datenfrage bis zur veröffentlichten Geschichte. Jeder Schritt hat klare Regeln, damit Zahlen nachvollziehbar bleiben und sich nicht in Interpretationen verlieren.
Am Anfang steht eine konkrete Frage, kein Datensatz. Wir klären, welche Entscheidung oder Alltagssituation die Recherche erklären soll, und formulieren eine überprüfbare These. Ohne diese Eingrenzung bleibt jede Statistik beliebig.
Wir arbeiten nur mit Primärquellen: Statistik Austria, offene Datenportale der Länder, wissenschaftliche Studien. Jede Zahl wird gegen die Originalquelle gegengeprüft, nicht gegen Sekundärzitate aus Pressemitteilungen. Zweifelhafte Datensätze fliegen raus.
Eine Zahl allein sagt wenig. Wir vergleichen Zeiträume, Regionen und Bezugsgrößen, damit aus einer isolierten Kennzahl eine verständliche Aussage wird. Dabei dokumentieren wir, was der Datensatz nicht abbildet – etwa fehlende Randgruppen oder veraltete Erhebungen.
Erst nach der Faktenprüfung entstehen Diagramme und Karten. Wir wählen die Darstellungsform nach der Botschaft: Zeitverläufe als Linien, Verteilungen als Balken, räumliche Muster als Karten. Jede Grafik wird mit dem Datensatz abgeglichen und von einer zweiten Person gegengelesen.
Die Reportage folgt der Datenlogik, nicht umgekehrt. Wir erklären zuerst den Kontext, dann die überraschende Erkenntnis und erst am Ende die möglichen Gründe. So bleibt die Darstellung nachvollziehbar, auch wenn die Daten komplex sind.
Vor der Veröffentlichung lesen Fachleute aus dem jeweiligen Bereich gegen – etwa Verkehrsplaner bei Mobilitätsdaten oder Lehrer bei Bildungskennzahlen. Sie weisen auf falsche Interpretationen hin, bevor die Geschichte öffentlich wird. Dieser Schritt ist nicht verhandelbar.