Wie Numericli entstanden ist

Vom ersten Datenworkshop in einer Bibliothek bis zum Redaktionsmagazin: Die wichtigsten Stationen unserer Entwicklung, die Entscheidungen dahinter und was wir daraus gelernt haben.

2019 – Der Anfang in Bad St. Leonhard

Was als loses Treffen von drei Dateninteressierten im Lavanttal begann, wurde schnell zu einem festen Format: monatliche Abende, an denen wir offene Datensätze aus der Region gemeinsam auswerteten. Die ersten Grafiken entstanden noch mit Tabellenkalkulation und Geduld.

2021 – Erste Reportagen und ein klares Profil

Nachdem unsere Auswertung zu Pendlerströmen in Kärnten in einem Regionalmedium erschien, merkten wir: Es fehlt an verständlichen Zahlen-Geschichten. Wir entschieden uns, nicht nur Daten zu visualisieren, sondern den Entstehungsprozess transparent zu machen.

2023 – Workshops und der wöchentliche Newsletter

Der Bedarf an Zahlenkompetenz zeigte sich in Schulen und Bibliotheken. Wir entwickelten ein Workshop-Format, das ohne Vorkenntnisse funktioniert. Parallel startete der Newsletter mit der „Zahl der Woche“ – inzwischen unsere meistgelesene Rubrik.

2024 – Das Magazin bekommt ein Zuhause

Mit numericli.com entstand ein Ort, an dem Reportagen, Methodentexte und Werkzeugtests nebeneinander stehen. Die Redaktion arbeitet weiterhin mit offenen Daten, prüft jede Zahl doppelt und erklärt lieber einen Schritt mehr als zu wenig.

Heute – Eine wachsende Community

Was uns antreibt, ist der Austausch mit Leserinnen und Lesern, die eigene Datensätze vorschlagen oder kritische Fragen stellen. Diese Rückmeldungen fließen direkt in die nächste Ausgabe ein. So bleibt das Magazin ein gemeinsames Projekt.

Die Menschen hinter den Zahlen

Numericli ist ein kleines Redaktionsteam in Kärnten. Wir kommen aus Journalismus, Statistik und Bildungsarbeit und teilen eine Neugier: Warum Daten unseren Alltag erklären können, wenn man sie richtig liest.

Redaktionsleitung

Nadine Höller B.A.

Hat an der Universität Klagenfurt Publizistik studiert und danach fünf Jahre lang Datenressorts in Tageszeitungen aufgebaut. Bei Numericli verantwortet sie die Themenwahl, prüft Quellen und schreibt die wöchentliche Rubrik „Zahl der Woche“. Ihr Fokus liegt darauf, komplexe Datensätze so zu erzählen, dass sie im Alltag anschlussfähig bleiben.

Datenvisualisierung

Carina Schauer

Carina hat Angewandte Informatik studiert und arbeitet seitdem an der Schnittstelle von Statistik und Gestaltung. Sie entwickelt die Infografiken für Reportagen, testet Apps zur persönlichen Datenauswertung und leitet Workshops in Schulen und Bibliotheken. Ihr Anspruch: Diagramme, die man nicht erklären muss, weil sie sich selbst erklären.

Recherche & Faktencheck

David Pichler

David ist studierter Soziologe und arbeitet als freier Datenjournalist für österreichische Medien. Bei Numericli recherchiert er offene Datensätze zu Verkehr, Umwelt und Stadtentwicklung, bereitet sie auf und begleitet die Faktenprüfung aller Beiträge. Er kennt die Portale des Bundes und der Länder und weiß, wo sich Daten lohnen – und wo nicht.

Community & Newsletter

Miriam Steiner

Miriam hat Erwachsenenbildung studiert und kümmert sich bei Numericli um den Newsletter, die Leserinnen und Leser sowie die Zusammenarbeit mit Bibliotheken. Sie sammelt Rückmeldungen, beantwortet Fragen zu Zahlen im Alltag und organisiert die monatlichen Online-Sprechstunden, in denen wir gemeinsam Datensätze ausprobieren.

Warum wir machen, was wir machen

Zahlen sind keine Antworten, sondern der Anfang von guten Fragen.

Redaktionelle Haltung Wir prüfen jede Zahl an ihrer Quelle, bevor sie in eine Geschichte einfliesst. Daten ohne Kontext bleiben für uns Rohmaterial – erst die Einordnung macht sie zu Information, die man weitererzählen kann.
Verständlichkeit Unser Ziel ist nicht, Statistiken zu vereinfachen, sondern sie so zu übersetzen, dass Leserinnen und Leser selbst entscheiden können, was eine Kennzahl bedeutet. Dazu gehören Diagramme, die man nicht erklären muss, und Sätze ohne doppelte Verneinung.
Offene Daten nutzen Wir arbeiten mit öffentlich zugänglichen Datensätzen aus Verkehr, Umwelt, Bildung und Stadtentwicklung. Wer selbst nachrechnen will, findet bei uns die Quellenangabe – nicht nur den Link, sondern auch den Hinweis, welche Spalte was enthält.
Wirkung im Alltag Eine Grafik zur Pendlerzeit hilft wenig, wenn sie nicht zeigt, was das für den eigenen Weg bedeutet. Wir fragen uns bei jedem Beitrag: Was ändert diese Zahl am Bild, das jemand von seiner Stadt, seinem Arbeitsweg oder seinem Konsum hat?
Gemeinschaft Unser Newsletter und die Workshops in Schulen und Bibliotheken sollen kein Einbahnweg sein. Wir sammeln Fragen aus der Community und lassen sie in die nächste Recherche einfliessen – so bleibt das Magazin nah an dem, was Menschen wirklich wissen wollen.

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