Vom ersten Datenworkshop in einer Bibliothek bis zum Redaktionsmagazin: Die wichtigsten Stationen unserer Entwicklung, die Entscheidungen dahinter und was wir daraus gelernt haben.
Was als loses Treffen von drei Dateninteressierten im Lavanttal begann, wurde schnell zu einem festen Format: monatliche Abende, an denen wir offene Datensätze aus der Region gemeinsam auswerteten. Die ersten Grafiken entstanden noch mit Tabellenkalkulation und Geduld.
Nachdem unsere Auswertung zu Pendlerströmen in Kärnten in einem Regionalmedium erschien, merkten wir: Es fehlt an verständlichen Zahlen-Geschichten. Wir entschieden uns, nicht nur Daten zu visualisieren, sondern den Entstehungsprozess transparent zu machen.
Der Bedarf an Zahlenkompetenz zeigte sich in Schulen und Bibliotheken. Wir entwickelten ein Workshop-Format, das ohne Vorkenntnisse funktioniert. Parallel startete der Newsletter mit der „Zahl der Woche“ – inzwischen unsere meistgelesene Rubrik.
Mit numericli.com entstand ein Ort, an dem Reportagen, Methodentexte und Werkzeugtests nebeneinander stehen. Die Redaktion arbeitet weiterhin mit offenen Daten, prüft jede Zahl doppelt und erklärt lieber einen Schritt mehr als zu wenig.
Was uns antreibt, ist der Austausch mit Leserinnen und Lesern, die eigene Datensätze vorschlagen oder kritische Fragen stellen. Diese Rückmeldungen fließen direkt in die nächste Ausgabe ein. So bleibt das Magazin ein gemeinsames Projekt.
Numericli ist ein kleines Redaktionsteam in Kärnten. Wir kommen aus Journalismus, Statistik und Bildungsarbeit und teilen eine Neugier: Warum Daten unseren Alltag erklären können, wenn man sie richtig liest.
Hat an der Universität Klagenfurt Publizistik studiert und danach fünf Jahre lang Datenressorts in Tageszeitungen aufgebaut. Bei Numericli verantwortet sie die Themenwahl, prüft Quellen und schreibt die wöchentliche Rubrik „Zahl der Woche“. Ihr Fokus liegt darauf, komplexe Datensätze so zu erzählen, dass sie im Alltag anschlussfähig bleiben.
Carina hat Angewandte Informatik studiert und arbeitet seitdem an der Schnittstelle von Statistik und Gestaltung. Sie entwickelt die Infografiken für Reportagen, testet Apps zur persönlichen Datenauswertung und leitet Workshops in Schulen und Bibliotheken. Ihr Anspruch: Diagramme, die man nicht erklären muss, weil sie sich selbst erklären.
David ist studierter Soziologe und arbeitet als freier Datenjournalist für österreichische Medien. Bei Numericli recherchiert er offene Datensätze zu Verkehr, Umwelt und Stadtentwicklung, bereitet sie auf und begleitet die Faktenprüfung aller Beiträge. Er kennt die Portale des Bundes und der Länder und weiß, wo sich Daten lohnen – und wo nicht.
Miriam hat Erwachsenenbildung studiert und kümmert sich bei Numericli um den Newsletter, die Leserinnen und Leser sowie die Zusammenarbeit mit Bibliotheken. Sie sammelt Rückmeldungen, beantwortet Fragen zu Zahlen im Alltag und organisiert die monatlichen Online-Sprechstunden, in denen wir gemeinsam Datensätze ausprobieren.
Warum wir machen, was wir machen