Bevor wir loslegen, ein paar begriffliche Klarstellungen. Wenn wir von Datenjournalismus sprechen, meinen wir keine bloße Zahlenkolonnen-Wiedergabe, sondern das Übersetzen von Datensätzen in nachvollziehbare Geschichten. Offene Daten sind für uns öffentlich zugängliche Quellen mit klarer Lizenz, nicht irgendwelche heruntergeladenen Tabellen unklarer Herkunft. Und wenn wir Workshops anbieten, dann keine theoretischen Vorträge, sondern Formate, in denen Teilnehmende selbst mit echten Datensätzen arbeiten.
Formate im Überblick
Ob einmalige Reportage, regelmäßige Zusammenarbeit oder Workshop vor Ort: Wir passen die Form an dein Publikum und dein Thema an. Alle Angebote lassen sich kombinieren und beginnen mit einem kostenlosen Erstgespräch.
Wir recherchieren einen konkreten Datensatz aus Wissenschaft, Verkehr oder Stadtentwicklung und erzählen daraus eine visuelle Geschichte. Du erhältst eine fertige Reportage mit Infografiken, Quellenangaben und einer kurzen methodischen Notiz. Ideal für Redaktionen, die ein Thema tiefer aufbereiten wollen, ohne ein eigenes Datenteam zu haben.
Projekt anfragenEin halbtägiger Workshop, in dem Teilnehmende echte offene Datensätze aus Österreich auswerten: von Pendlerströmen bis zu Umweltmesswerten. Wir bringen Laptops, Übungsmaterial und eine Anleitung für einfache Diagramme mit. Die Gruppe lernt, Zahlen kritisch zu lesen und eigene Fragen an Daten zu stellen.
Termin anfragenEinmal pro Monat prüfen wir deine Zahlen, schlagen passende Visualisierungen vor und liefern eine kurze Einordnung zu aktuellen Statistiken. Dazu gibt es einen internen Newsletter mit den wichtigsten offenen Datensätzen des Monats. Geeignet für Medienhäuser und Kommunikationsabteilungen, die regelmäßig mit Daten arbeiten.
Formate vergleichenUnsere Workshops richten sich an Schulklassen ab der Sekundarstufe sowie an Erwachsenengruppen in Bibliotheken. Wir passen die Beispiele an das jeweilige Niveau an: Während Jugendliche mit Verkehrs- und Freizeitdaten arbeiten, nutzen Erwachsene eher Haushalts- oder Umweltstatistiken. Jede Einheit dauert zwischen 90 und 180 Minuten und endet mit einer eigenen kleinen Auswertung der Teilnehmenden.
Die Auswahl beginnt mit einer Meldung aus Wissenschaft, Verkehr oder Stadtentwicklung, die eine überraschende Kennzahl enthält. Wir prüfen die Zahl in der Primärquelle, vergleichen sie mit Vorjahresdaten und fragen bei der erhebenden Stelle nach, wenn etwas unklar bleibt. Erst wenn die Zahl einer Faktenprüfung standhält, entsteht daraus die visuelle Aufbereitung für den Newsletter.
Ja, wir freuen uns über Hinweise auf offene Datensätze, die eine Geschichte erzählen könnten. Schickt uns einfach die Quelle und eine kurze Notiz, warum euch die Daten aufgefallen sind. Wir melden uns innerhalb von zwei Wochen und sagen ehrlich, ob das Thema in unsere Planung passt oder ob wir euch an eine passendere Stelle verweisen.
Für die meisten Grafiken arbeiten wir mit R und ggplot2, weil sich damit reproduzierbare Auswertungen erstellen lassen. Bei schnellen Online-Formaten greifen wir auf Datawrapper zurück. Die Rohdaten und der Code zu größeren Reportagen veröffentlichen wir auf Anfrage, damit andere die Berechnungen nachvollziehen können.
Die Kosten hängen von der Einrichtung ab: Für öffentliche Bibliotheken und Schulen in öffentlicher Trägerschaft bieten wir ermäßigte Sätze an, für Unternehmen und private Bildungsträger gelten andere Konditionen. Am besten schreibt ihr uns mit kurzer Beschreibung eurer Gruppe, dann bekommt ihr ein unverbindliches Angebot mit allen Details zu Inhalt und Ablauf.
Der Newsletter erscheint jeden Donnerstag und umfasst eine ausgewählte Zahl der Woche, einen kurzen Hinweis auf neue Reportagen sowie ein Tool oder eine Datenquelle, die wir getestet haben. Die Anmeldung ist kostenlos und ihr könnt euch jederzeit mit einem Klick wieder abmelden.
Ihr habt eine Frage, die hier nicht auftaucht? Schreibt uns direkt an info@numericli.com – wir antworten in der Regel innerhalb von zwei Werktagen.
Was unsere Arbeit konkret verändert
Reportagen aus Rohdaten: Wir werten Verkehrszählungen, Umweltmesswerte und Haushaltsstatistiken aus und übersetzen sie in Geschichten, die du ohne Statistikstudium verstehst.
Infografiken, die erklären statt dekorieren: Jede Grafik durchläuft eine Faktenprüfung und wird auf eine Kernaussage reduziert, damit die Zahl nicht hinter dem Design verschwindet.
Werkzeugtests für den Alltag: Wir probieren Apps zur persönlichen Datenauswertung aus und berichten, welche wirklich taugt, welche Daten sie sammelt und wo die Grenzen liegen.
Workshops für Schulen und Bibliotheken: In praxisnahen Einheiten zeigen wir, wie man offene Daten findet, hinterfragt und in einfache Diagramme verwandelt.